Es ist gut, Leute anrufen zu können, die nachts um eins manchmal Sehnsucht bekommen, mit einem Rasenmäher durch Naturschutzgebiete zu brettern. Die auch gerne selbst mal durchklingeln lassen, weil sie auf Stilnox sind und allein nicht mehr mit der Stalinorgel neben ihrer Schrankwand klarkommen. Die gelegentlich auch lichte Momente haben und es dann albern finden wie sie letztens mit diesem Typen und dann Sperma ausgefurzt haben. Es ist vor allem gut, dass da ein Telefon zwischen uns ist und mir der Alltagsnihilismus höherer Töchter nicht mehr Tag für Tag in die Augen genäht wird. Schließlich bin ich selber nur ein Glas Weißwein und acht üble Gedanken davon entfernt, meine Haare anzuzünden und auf den nächstbesten Lustmörder zu warten.

